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Inhalt der Ausgabe 01/2010

Editorial

Bodenschutz im Kontext der Umweltschutzpolitik – ein Thema mit Zukunft!

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Jahresinhaltsverzeichnis 2009

Perfluortenside (PFT)

Bewertung von Wasserbelastungen durch „kurzkettige“ Perfluortenside anhand neuer Bewertungskriterien

Belastungen durch PFT gewinnen in der Bewertung von Umweltrisiken im Altlastenbereich rasch an Bedeutung. Vergleichs- und Orientierungswerte zu ihrer Bewertung liegen bislang jedoch nur für einzelne Verbindungen (PFOA, PFOS) vor. Das hier angewandte Verfahren zur toxikologischen Bewertung von PFT im Roh- und Trinkwasser erfasst nicht nur PFOA und PFOS, sondern auch kürzerkettige PFT und ihre Gemische. Es bezieht sich auf einen neuen Vorschlag aus dem Umweltbundesamt, demzufolge die gemessene oder erwartbare Halbwertszeit für die Ausscheidung einer PFT-Verbindung aus dem menschlichen Körper in erster Näherung auch über ihr toxisches Potenzial und insofern auch über die Höhe eines Gesundheitlichen Orientierungswertes oder eines Leitwertes für Trinkwasser bestimmt. Die vom Umweltbundesamt 2009 publizierten Höchstwerte ermöglichen auch die toxikologische Bewertung komplexerer Summen von PFT analog der Additionsregel in TRGS 403.

Contamination by PFT gains more and more importance in the field of environmental risk assessment. Toxicologically based maximum or reference values which could be used to assess these contaminants and mixtures thereof are available up to now for some compounds only (PFOA, PFOS). This paper proposes an approach to assess not only these latter two but also some shorter-chained compounds and their mixtures. It refers to a new proposal launched by the German Federal Environment Agency (Umweltbundesamt, UBA) for the assessment of the toxic potential of any single PFT-compound mainly on the basis of its measured or anticipated elimination half time from the human body and to decide accordingly also on a possible maximum value (health related indication value, HRIV, or a guide value, GV) for the same compound in drinking water. The numerical HRIVs and GVs published by UBA in 2009 open as well the way to the addition rule (“similar joint action”) for evaluating mixtures of short- to long-chained PFT.

Immobilisierung

(Im)mobilization of organic pollutants by soil constituents in the soil/ground water system – Strategies for innovative management

In diesem Beitrag soll der neueste Wissensstand bezüglich der zentralen Mechanismen, Prozesse und Faktoren, die den Verbleib und das Verhalten organischer Schadstoffe im System Boden/Grundwasser bestimmen, zusammenfassend dargestellt werden. Grundlage ist eine Literaturstudie, die im Rahmen des SNOWMAN ERA-NET Programms „Knowledge for Healthy Soils“ (http://www.snowmanera.net) unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus Österreich, den Niederlanden und Deutschland erstellt wurde. Informationen zu diesem Projekt mit dem Kürzel „IOPSIM“ und der umfassende Abschlussbericht sind im Internet unter http://www.wabo.boku.ac.at/iopsim-snowman.html?&L=1 bzw. http://www.snowman-era.net/downloads/IOPSIM_final_report.pdf abrufbar. Auf dem Gebiet organischer Schadstoffe in der Umwelt ist sehr viel Literatur vorhanden. Der starke Fokus auf Pestizide ergibt sich auf Grund der jährlich in der Landwirtschaft ausgebrachten Mengen. Eine Aufgabe innerhalb des Projektes war auch die Ermittlung von Schadstoffen, die im System Boden/Grundwasser zunehmend Bedeutung erlangen könnten mit Schwerpunkt auf die in der Veterinärmedizin verwendeten Antibiotika sowie sprengstofftypischer Verbindungen. Ziel ist es, diejenigen, die an boden- und grundwasserbezogenen Fragen des Managements organischer Schadstoffe arbeiten, über die komplexe Dynamik dieser Stoffgruppe in der Umwelt weitergehend zu informieren und Hinweise auf Spezialliteratur zu geben.

The state of the art regarding the main mechanisms, processes and factors governing the fate and behavior of organic contaminants in the soil-ground water system is summarized on the basis of a literature review in the frame of IOPSIM project (http://www.wabo.boku.ac.at/iopsim-snowman.html?&L=1, http://www.snowmanera.net/downloads/IOPSIM_final_report.pdf) under the umbrella of the SNOWMAN ERA-NET program „Knowledge for Healthy Soils“ (http://www.snowman-era.net). In this area, an enormous amount of literature exists, mostly focusing on pesticides, because annually large quantities are applied in agriculture. One task within this project was dedicated to the identification and selection of substances which potentially will gain relevance in the interaction of the soil – ground/surface-water system focused on veterinary antibiotics and energetic compounds. The scope of this study is to provide useful and precise information for end-users and support their work in the field of organic pollutants in the environment and to stimulate the development of new techniques for a sustainable management

Tagungen

Das Bundes-Bodenschutzgesetz zwischen anerkannter Vollzugstauglichkeit und Novellierungsstau? Bericht von der Veranstaltung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes „10 Jahre Bundes-Bodenschutzgesetz“

Im Bundespresseamt Berlin fanden sich am 3.12.2009 zirka 140 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Umweltverwaltungen des Bundes und der Länder, der kommunalen Spitzenverbände und der Bodenschutzfachverbände zu einer Reminiszenz anlässlich der 10jährigen Existenz des Bundes-Bodenschutzgesetzes zusammen. Der internationale Tag des Bodens bot einen geeigneten Anlass, um sich gemeinsam über die Entwicklung des Bodenschutzes in Deutschland seit Inkrafttreten des Gesetzes auszutauschen und zu Beginn der neuen Legislaturperiode die bisherige Entwicklung im Bodenschutz und den verbleibenden Handlungsbedarf darzustellen und zu diskutieren.

Boden – eine nicht erneuerbare Ressource – Tagungsbericht „Weltbodentag 2009, Berlin“

Seit dem Jahr 2002 ist der 5. Dezember der Internationale Tag des Bodens. Sein Ziel ist, der Öffentlichkeit die Bedeutung der Lebensgrundlage „Boden“ näher zu bringen. Im Jahr 2009 fanden unter dem Motto „Boden – nicht erneuerbare Ressource“ am 3. und 4. Dezember im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin Fachtagungen zu den Themen „10 Jahre Bundes-Bodenschutzgesetz“, Vorstellung zum „Boden des Jahres 2010“ und zum Themenschwerpunkt „Flächenverbrauch – jetzt handeln“ statt. Veranstalter waren das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt, die Deutsche Bodenkundlichen Gesellschaft, des Bundesverband Boden, der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt.

Das XX. Sächsische Altlastenkolloquium – eine Nachbetrachtung

Am 2. und 3. 11. 2009 fand in Dresden das XX. Sächsische Altlastenkolloquium des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK), Landesverband Sachsen, statt. Und wie in den vergangenen fünf Jahren tagte man auch diesmal in dem sehr schön an der Elbe gelegenen Internationalen Congress Center Dresden. Ein für alle Teilnehmer (insgesamt kamen 205 Personen) attraktiver Tagungsort, das bestätigten auch die zahlreichen Firmenaussteller (22 Stände – einschließlich des BWK).

Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung – 10. DECHEMA-Symposium diskutiert aktuelle Themen

Das erste Symposium zur Boden- und Grundwassersanierung fand vor 10 Jahren als Fortsetzung der DECHEMA-Fachgespräche Umweltschutz statt. Schwerpunkt war damals die erstmalige, umfassende Diskussion des Themas Natural Attenuation. Seit dieser Zeit hat sich der Umgang mit kontaminierten Standorten deutlich gewandelt. Das Prozessverständnis in Schadensherd und Fahne ist durch den Umgang mit Natural Attenuation stark gewachsen, zuverlässige Methoden zum Nachweis von Abbauprozessen sind ebenfalls daraus hervorgegangen. Leistungsfähige Erkundungs- und Untersuchungsmethoden ermöglichen eine zuverlässige Planung und Überwachung von Sanierungsmaßnahmen. Mit Blick auf integrierte Sanierungsstrategien stehen energie- und kosteneffiziente Ansätze im Vordergrund.

Grundwassersanierung

Einsatz der Schnellentcarbonisierung bei der Grundwassersanierung

Schaut man auf den Grundwassersanierungsmarkt, so entsteht oft der Eindruck, dass die Palette an technisch machbaren und vor allem bezahlbaren Verfahren bereits vollständig ist. Neue Verfahren finden meist nicht den Weg in die Praxis, weil sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber überwiegend nach zunächst offensichtlichen Kostengesichtspunkten entscheiden und die Nachhaltigkeit der Verfahrensauswahl nicht ausreichend hinterfragt wird. Ein landläufiges Beispiel dafür sind Kalkabscheidungen in Grundwassersanierungsanlagen oder in den nachfolgenden Versickerungsbrunnen.

Service

ITVA-Mitteilungen

altlasten news

+++ Autarke Wetterstationen mit GSM-Interface +++ Schlankes Entwässern (per Bagger) +++ Flächenrecycling in Transformationsländern – ein Beitrag von GIS zur Stadtentwicklung +++ Studiengänge »Wasser und Umwelt« Sommersemester 2010 +++ Das Europäische Umweltrecht nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages Berufliche Weiterbildung an der Universität in Koblenz +++ Integrale Grundwasseruntersuchung in Stuttgart – Feuerbach +++ Forensische Verfahren in der Altlastenbearbeitung +++ Bundesumweltminister Norbert Röttgen beruft neue Mitglieder in das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt +++ Aktionsplattform Bodenschutz (ABo) befürwortet die EU-Bodenrahmenrichtlinie +++ Erstmals Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2009 – Erster Sieger ist die Stadt Willich +++

Veranstaltungsvorschau

 

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