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Inhalt der Ausgabe 03/2006

In-situ-Sanierung

Nano-Eisen Feldversuch: Strategie, Durchführung, Ergebnisse und Auswertung

Ein Feldversuch mit Nano-Eisen wurde an einem mit Vinylchlorid (VC) kontaminierten Standort durchgeführt. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus mittel-, grob-, und feinsandigen Sedimenten. Über vier Injektionspunkte wurde eine Masse von ca. 70 kg Nano-Eisen in die gesättigte Zone eingebracht. Die Erfolgskontrolle erfolgte an einem neu eingerichteten abstromigen Pegel. Nach Nano-Eisen Injektion war eine kontinuierliche VC-Konzentrationsabnahme messbar, welche bei Versuchsende (111 Tage nach Injektion) ca. 92 % betrug. Über hydrochemische Parameter konnte die Aktivität des Nano-Eisens im Untergrund verfolgt werden. Geophysikalische Untersuchungen sowie die VC-Reaktionskinetik gaben Aufschluss über den Ausbreitungsradius des Nano-Eisens.

Sickerwasserprognose

Ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung des Bodensättigungsextraktes

Bei der Erstellung einer Sickerwasserprognose ist die Kenntnis der Quellstärke der Altlast notwendig. Diese kann durch verschiedene Auslaugverfahren im Labor bestimmt werden. Nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung 1999 wird der Bodensättigungsextrakt für anorganische Schadstoffe zum Standardverfahren erhoben. Es wird ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung des Bodensättigungsextraktes vorgestellt, bei dem das Material nur gering belastet und ausreichend Wasser zur Analytik gewonnen wird sowie vernachlässigbare Schadstoff-Verluste durch Sorptionen an der Versuchsanordnung auftreten.

Emissionsabschätzung aus kontaminierten Materialien – was können Labormethoden hierzu leisten?

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Säulenversuche“ des Bayer. Landesamtes für Umwelt wurde unter anderem eine Vergleichsuntersuchung von unterschiedlichen in der Bundes- Bodenschutz- und Altlastenverordnung genannten Laborverfahren durchgeführt und Ergebnissen aus Großlysimeteruntersuchungen gegenübergestellt. Die Ergebnisse zeigten für die anorganische Stoffgruppe systematische Konzentrationsunterschiede zwischen den verschiedenen Laborverfahren. Mit dem Bodensättigungsextrakt (BSE) wurden unabhängig vom Untersuchungsmaterial und Parameter gegenüber allen anderen Verfahren deutlich höhere Stoffkonzentrationen ermittelt. Bezogen auf die Lysimeteruntersuchungen können die Ergebnisse aus dem Bodensättigungsextrakt nicht pauschal mit den Stoffkonzentrationen im Sickerwasser gleichgesetzt werden. Eine flächenintegrierte mittlere Sickerwasserkonzentration wird von anderen Verfahren mit einem gegenüber dem Bodensättigungsextrakt höheren Wasser- Feststoffanteil deutlich besser abgebildet. Es zeigte sich, dass sowohl der BSE als auch die Extraktionen mit einem Wasser- /Feststoffverhältnis von 1 : 1 oder 2 : 1 das Transportgeschehen in einem Säulenversuch zu Beginn der Perkolation nachzeichnen. Als Konventionsmethode für die Abschätzung einer mittleren Sickerwasserkonzentration empfiehlt sich das S4-Verfahren mit einem Wasser-/Feststoffverhältnis von 2 : 1 als auch das 1 : 1- Extrationsverfahren.

Grundwassersanierung

In-situ-Strippung von LHKW in Lockergesteins-Aquiferen: Entwicklung des Turbo-Stripeinsatzes und seine Anwendung in einem Grundwasserzirkulationsbrunnen im Rahmen eines Pilotversuches

Das vorgestellte in-situ-Stripsystems in einem Grundwasserzirkulationsbrunnen wurde Mitte der 90er Jahre patentiert und bis heute permanent weiterentwickelt. Es ist insbesondere für Sanierungen mit hohen LHKW-Konzentrationen im GW geeignet, wo es kostengünstig eingesetzt werden kann. Als günstige Randbedingungen sind weitgehend ungestörte GWL mit kf-Werten von 10-4 bis 10-2 m/s zu nennen. Die geforderten Wasserdurchsätze sollten bei ≤ 6 m³/h liegen. Der aktuell durchgeführte Pilotversuch im Vorfeld weiterer Sanierungsmaßnahmen konnte, obschon hoher Ausgangskonzentrationen von ca. 50 mg/l LHKW und Rückleitwerten von < 100 µg/ LHKW, nach 6 Monaten Laufzeit erfolgreich abgeschlossen werden.

 

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