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Inhalt der Ausgabe 03/2010

Editorial

ConSoil 2010 goes alpine

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

LCKW-Verunreinigungen, Modellierung

Einsatz von Modellwerkzeugen bei der integralen Erkundung von LCKW-Verunreinigungen: Fallbeispiel Stuttgart

Mit dem EU-Projekt MAGIC wurde am Beispiel des industriell geprägten Stuttgarter Stadtteils Feuerbach ein komplex kontaminierter Untersuchungsraum gesamtheitlich betrachtet mit dem Ziel der Identifizierung lateraler und vertikaler Ausbreitungspfade in einem hydraulisch definierten Modellraum. Dabei wurde in Weiterführung der Untersuchungsmethode mit Immissionspumpversuchen ein neues Konzept entwickelt, um die aus Punktmessungen bekannte Schadstoffverteilung mittels eines numerischen Transportmodells räumlich zu integrieren. Das öffnet den Einstieg in eine räumlich differenzierte Bewertung des Schadensausmaßes im Grundwasser, in eine Ermittlung von Kontaminationsschwerpunkten bzw. Hauptemissionsquellen sowie in eine Priorisierung der Schadensherde nach gefährdungsspezifischen Gesichtspunkten.

Within the EU funded project MAGIC the heavily industrialized city district Stuttgart-Feuerbach was investigated as a pilot study to identify the lateral and vertical distribution pathways in this area defined by hydraulic framework conditions. About 200 contaminated sites are known there, which are individually investigated since 1983. Using a numerical groundwater flow and transport model based on a detailed conceptual model a systematic survey of potential sources of pollution and plumes in different aquifers are performed. The model helps to identify the geometry and the emission rate of plumes and the sourceplume-relationships in a densely industrialized area.

Monitored Natural Attenuation

Monitored Natural Attenuation zur Sicherung eines Arsen-Grundwasserschadens

In den Jahren 1999–2001 wurde ein MNA-Konzept zur Sicherung einer Arsenaltlast im Bereich einer ehemaligen Zellstofffabrik erarbeitet. Die Standortuntersuchungen hatten ergeben, dass Schwer- bzw. Halbmetalle aus im Oberboden abgelagerten Produktionsrückständen (Eisenoxidschlacke) in den darunter liegenden wassergesättigten Bereich transportiert und im dortigen sulfidischen Milieu festgelegt worden sind. Eine Ausnahme ist Arsen, das unter den sulfatreduzierenden Bedingungen im Schadenszentrum lösliche Arsen-Schwefel-Spezies bildet (As tot ca. 2 mg/L). Innerhalb einer Fließstrecke von ca. 100 m wird Arsen jedoch im Abstrom immobilisiert. Es wurde ein Modell der Prozesse bei der Freisetzung bzw. Immobilisierung von Arsen entwickelt. Nach einer Bilanzierung der vorhandenen Stoffmassen und Umsätze bleibt Arsen langfristig festgelegt. Die Ergebnisse des hydraulischen und analytischen Monitorings belegen, dass der Abstrom des Geländes in den Jahren 2002–2009 bis auf Spuren frei von Arsen war.

A MNA concept for a site contaminated with arsenic was elaborated and implemented in 1999–2001. According to the results of the site investigation, different heavy metals and trace elements have been washed out of slag depositions in the upper soil (residuals from pyrite burning) and precipitated as sulfides in the subjacent sandy aquifer. Arsenic is an exception because it forms soluble arsenic-sulfur species under the sulfate reducing conditions in the center of contamination (As tot 2 mg/L). It was found that approx. 100 m downstream of the contaminated spot the concentrations of arsenic in soil and groundwater are not increased. The reaction paths for dissolution and precipitation of arsenic were modelled and a mass balance was established. According to that, a long term fixation of arsenic can be expected. The hydraulic and analytical monitoring conducted in 2002–2009 proves that the arsenic concentration of the groundwater downstream of the contaminated site is not elevated.

Altlastensanierungsanlagen

Der „vergessene“ Aufwand bei Ausschreibung, Konzeption, Bau und Betrieb von Altlastensanierungsanlagen

Die Altlastensanierung erfordert in der Regel den Einsatz von technischem Gerät. Häufig werden verschiedenste technische Einrichtungen – Behälter, Rohrleitungen, Pumpen, elektrisch betriebene Steuereinrichtungen usw. individuell – je nach Sanierungsanforderung – zusammengestellt und zu einer Einheit verbunden. In all diesen Fällen müsste auch geprüft werden, ob und inwieweit die Vorschriften des technischen Sicherheitsrechts anzuwenden sind. Dies geschieht in vielen Fällen bisher nicht, teilweise mangels Problembewusstsein, teilweise, weil die maßgeblichen Vorschriften außerordentlich kompliziert sind. Mit dem vorliegenden Beitrag sollen die Betroffenen thematisch sensibilisiert, und es sollen zugleich erste Hinweise gegeben werden, wie in der Praxis der Altlastensanierung mit dieser Thematik umgegangen werden sollte.

Remediation of brownfield sites generally requires the use of technical equipment. Often different technical equipment – such as containers, pipes, pumps, electrical control systems etc. – are purchased individually according to the specific remediation exigencies and later on are assembled as a technical entity. In these cases a thorough assessment is required if and to what extent technical safety law applies. However, very often, such an assessment is not carried out, partly due to lacking awareness of this problem, partly because the applicable legal provisions are extremely complex and complicated. The article on hand aims at raising the awareness of the concerned parties to this problem and is supposed to give first practical advise on how to deal with this issue in daily remediation of brownfields.

LABO

Berücksichtigung der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung – Das „neue“ LABO-Positionspapier

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hatte durch einen Ad-hoc Unterausschuss ihres Altlastenausschusses (ALA) bereits 2005 ein Positionspapier erstellen lassen, das sich mit der Berücksichtigung der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung beschäftigt. Die LABO hat 2008 auf Vorschlag des Altlastenausschusses erneut einen Ad-hoc Unterausschuss „Natürliche Schadstoffminderung“ eingesetzt, der die Ausführungen im Positionspapier „Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung“ vom 01.06.2005 überprüfen sollte. Der Unterausschuss sollte ermitteln, ob aufgrund der im BMBF Förderschwerpunkt KORA „Kontrollierter natürlicher Rückhalt und Abbau von Schadstoffen bei der Sanierung kontaminierter Grundwässer und Böden“ erarbeiteten Ergebnisse ein Änderungs- oder Ergänzungsbedarf für das Positionspapier besteht. Der Ad-hoc Unterausschuss hatte zudem die Aufgabe, die Ergebnisse des KORA-Förderschwerpunktes (Handlungsempfehlungen/Branchenleitfäden) insbesondere mit Blick auf die aus Vollzugssicht relevanten Fragen auszuwerten. Nachfolgend sind zusammenfassend die wesentlichen Inhalte des Positionspapiers dargestellt, dessen Neuerungen sich vor allem in den Anhängen 1 und 2 befinden. Die Umweltministerkonferenz hat mit Beschluss Nr. 7/2010 die Überarbeitung des Positionspapiers zur Kenntnis genommen, dessen Veröffentlichung auf der LABO-Homepage (www.labo-deutschland.de) zugestimmt und die Anwendung in den Ländern empfohlen.

Bodenbehandlungsanlagen

Stationäre Bodenbehandlungsanlagen – Aktualisierung 2009

Nach der Publikation im altlasten spektrum, Heft 2/2009 ist mehr als ein Jahr vergangen, Zeit die zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen zu präsentieren. Schaut man sich die nunmehr ermittelten Informationen zu den stationären Anlagen an, so ist die genehmigte Kapazität von stationären Bodenbehandlungsanlagen gegenüber der letzten Veröffentlichung nominal gesunken. Dies hängt mit dem nicht vollständigen Datenrücklauf der Anlagenbetreiber zusammen. In die Tabelle neu eingeführt wurde die Abfrage über die im Vorjahr tatsächlich behandelten Böden.

Tagungen

Von der Industrie des 19. Jahrhunderts zur Stadtplanung des 21. Jahrhunderts – Tagungsbericht zur INTERSOL 2010, 16.–19. März 2010, Paris

Unter der Leitfrage „Ist Boden Abfall?“ widmeten sich die rund 300 Teilnehmer aus 38 Ländern aller Kontinente während der INTERSOL 2010 vom 16. – 19. März in Paris drängenden Aufgabenstellungen und aktuellen Strategien und Lösungsansätzen für eine nachhaltige Flächennutzung. Begleitet wurde die in Partnerschaft mit der Association for Environmental Health and Sciences Foundation (AEHS) und mit ideeller Unterstützung einer Vielzahl von Unternehmen sowie dem ITVA ausgerichtete Veranstaltung von Posterpräsentationen und einer Fachausstellung.

ITVA

ITVA-Mitteilungen

Service

altlasten news

+++ Sanierung der ehemaligen Dachpappenfabrik in Bochum-Werne geht in die zweite Phase +++ Altlastentag Hannover 2010 – Forum für Boden- und Grundwasserschutz +++ Leitfaden Altlastenbewertung – Priorisierungs- und Bewertungsverfahren Baden-Württemberg +++ Ein neues außerordentliches ITVA-Mitgliedes stellt sich vor. +++ Neue Organisationsstruktur bildet erweitertes Leistungsspektrum der BIS Group ab +++ Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2010 ausgelobt +++

Veranstaltungsvorschau

 

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