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Inhalt der Ausgabe 03/2013

Editorial

Karlsruhe 2013 – die Serie hält!

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

LHKW-Grundwasserschaden

Untersuchung eines LHKW-Grundwasserschadens im Bereich einer ehemaligen Gerberei im mittleren Ruhrgebiet (Schwerpunkt MNA)

Die hydrogeologische Situation einer LHKW-Grundwasserbelastung mit den primären Schadstoffen Tetrachlorethen (Per) und Trichlorethen (Tri) aus der Gruppe der leicht-flüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffe (LHKW) durch eine ehemalige Gerberei wird dargestellt. In Grundwasserströmungsrichtung werden die Metabolite cDCE und VC dominant und weisen neben der Bildung von Ethen und Ethan und sehr hohen CO2-Partialdrucken auf den natürlichen Schadstoffabbau hin. Als Antrieb des Abbaus konnte eine hohe DOC-Konzentration (bis 19 mg/l) ermittelt werden. Dieser Beitrag zeigt, dass eine genaue Betrachtung der Schadstoffverteilung und der anorganischen Hydrochemie zwingend erforderlich ist, um die natürliche Schadstoffminderung nachweisen zu können. Die Auswertung hydrogeochemischer Modellierungen (PHREEQC) kann dabei neben der Bestimmung von Konzentrationsverteilungen zu einem erweiterten Prozessverständnis im Untergrund beitragen.

The hydrogeological situation with the primary contaminants PCE and TCE from the group of chlorinated volatile organic compounds (CVOC) from a former tannery is described. In groundwater transport direction the metabolite cDCE and VC become dominant and indicate together with the abundance of Ethen and Ethan and high CO2-partial pressure the natural degradation processes. As the main driving mechanism a high DOC concentration up to 19 mg/l was detected. In this paper the need of an exact consideration of contaminant concentrations and the inorganic hydrochemistry is identified to prove the natural degradation process. The analysis of hydrogeochemical modelling (PHREEQC) can lead beside the determination and distribution of concentrations to a better understanding of processes in the aquifer.

Risikobeurteilung

Grundkonzept zur ökologischen Risikobeurteilung an kontaminierten Standorten in Österreich

Basierend auf den Vorgaben aus relevanten umweltrechtlichen Normen wurden erstmals Grundlagen zur Durchführung einer ökologischen Risikobeurteilung an kontaminierten Standorten in Österreich erarbeitet. In Abhängigkeit der Nutzung eines Standorts bzw. relevanten Bodenfunktionen wurde empfohlen neben chemischen Analysen auch ökotoxikologisch abgeleitete Prüfwerte sowie Bioassays im Rahmen einer abgestuften Vorgehensweise in der ökologischen Risikobeurteilung einzusetzen.

Relevant environmental guidance documents in Austria explicitly demand the protection of human health and environment. Therefore a conceptual framework for ecological risk assessment at contaminated sites in Austria has been developed. Depending on the current use of the site, respectively relevant soil functions, chemical analysis can be supplemented by the use of ecotoxicological guideline values as well as bioassays. For the implementation a tiered approach is suggested.

Stadtentwicklung

Das Konzept der ökologisierten handelbaren Flächenausweisungszertifikate (ÖHFAZ)

Der Versuch vieler Gemeinden, durch die Ausweisung von Siedlungsflächen und Investitionen in die Standortattraktivität Ansiedlungsanreize zu geben, führt häufig zu wenig marktgerechten, wirtschaftlich desaströsen Angeboten. Kommunen werden in der Zukunft nur zu stärken sein, wenn ihre Finanzierungsbasis so gestaltet wird, dass sie Ihre Zukunft nicht mehr ausschließlich in Siedlungserweiterung suchen müssen. Das Konzept der ökologisierten handelbaren Flächenausweisungszertifikate (ÖHFAZ) zielt auf die Begrenzung der Flächenneuinanspruchnahme auf 30 ha/d bis zum Jahr 2020 ab. Die kostenlose Zuteilung einer Teilmenge der Flächenausweisungskontingente (KFZK) an die Kommunen, die Grundbepreisung des Ausweisungsrechtes bei zeitabhängiger Preiserhöhung, die Handelbarkeit dieser Rechte mit einem ökologisch begründeten Mindestpreis sind die wesentlichen Eckpunkte. Wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung des Konzeptes sind die stringente, durch ein Bundesgesetz geregelte Begrenzung der bis 2020 noch verfügbaren Kontingente für die Ausweisung von Siedlungs- und Verkehrsfläche und die Vorgabe einer einheitlichen Bepreisungssystematik, weil ansonsten das nationale Nachhaltigkeitsziel der Reduktion des Flächenverbrauchs verfehlt werden wird.

The offer of settlement space by designation of development areas and related investments to attract development frequently lead to economical burdens for public budgets. In order to strengthen municipalities in the future, their economical-base should be detached from desperate land development-efforts. The concept for an Ecologically-based Trading Scheme for Land Development Permits (ÖHFAZ) targets to limit greenfield-development to 30 hectares per day until 2020. Corner-stones are: Free initial allocation of one portion of the contingents to the municipalities, fixed initial pricing with stepped increase-rates, and tradability of the contingents applying an ecologically-based minimum-price. Determined and mandatory legal requirements of federal law to limit settlement growth aiming at the year 2020, comprising a standardized pricing and trading scheme, can be considered the crucial pre-requisites for the concepts effectiveness striving for the “30-hectares-objective”.

Tagungen

AquaConSoil 2013 in Barcelona – Der Versuch einer Zustandsbeschreibung

Vom 15.–19. April trafen sich mehr als 700 Teilnehmer aus Forschung, Behörden und Industrie aus 52 Ländern zu der europäischen Fachkonferenz zum Management von Boden-Wasser- Systemen. Angeboten wurden dabei ca. 70 Vortragsblöcke mit mehr als 240 Vorträgen, ca. 200 Poster, 14 Special Sessions und vielfältigen Fachexkursionen.

ITVA

ITVA-Mitteilungen

+++ Dr. Wolf Dieter Sondermann zum Ehrenmitglied des ITVA ernannt +++ Altlastensymposium 2014 Call for Papers +++ ITVA-Preis 2014 Ausschreibung – Bewerbungsschluss 30.11.2013 +++ FE-Vorhaben „Kosten und Nutzen einer europäischen Bodenrahmenrichtlinie für Deutschland“ (UFOPLAN FKZ 3712 14 230) +++ ITVA jetzt auch auf Facebook und Twitter +++ CityChlor Abschlusskonferenz, 16.–17. Mai 2013, Gent/Belgien +++ DCONex – 3. Fachmesse & Kongress Schadstoffmanagement, 15.–17.01.2014, Messe Essen Schadstoff- und Altlasten- Management im Focus +++

Service

altlasten news

+++ Kostenoptimierte Reinigung PFC-belasteter Wässer +++ HetReMed – In situ Oxidation von Poly- und Heterozyklischen Teerölkontaminanten: Einsatz von RedOx-Mediatoren +++ 56,8 Millionen Euro für die Sanierung des Schlackenbergs der ehemaligen Maxhütte in Bayern +++ Elementanalyse vor Ort – das neue, tragbare SPECTROSCOUT +++ Linde erweitert seinen Service für Prüfgase – elektronische Analysenzertifikate +++ Boden, Gewässer, Altlasten – Bundesweit einmaliger Masterstudiengang startet zum Wintersemester +++ Spectro-Seminar zu Umweltanalytik +++ Üben mit und Erproben von Feuerlöschmitteln (Pulver, Schaum, flüssige Löschmittel und Löschwasserzusätze) Merkblatt DWA-M 718 – Neuerscheinung +++ Anselm Elsbroek gründet Ingenieur-Büro mit Fokus Flächenrevitalisierung +++ Kabinett beschließt Ausgleichsregelungen bei Eingriffen in die Natur +++ Staatengemeinschaft beschließt weitere Maßnahmen gegen gefährliche Chemikalien und Abfälle Dreifachkonferenz erfolgreich beendet +++ ALSAG Novelle in Österreich +++ Kaolin – ‚Gestein des Jahres‘ +++ Forum „Boden – Gewässer – Altlasten“ 2013 +++ Gentrification? Städtische Transformation und die sozialen Folgen +++

Veranstaltungsvorschau

 

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