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Inhalt der Ausgabe 04/2008

Editorial

Stellungnahme des ITVA zum Entwurf eines Umweltgesetzbuches (UGB), Stand 20.05.2008

Stellungnahme des ITVA zum Entwurf einer Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechts, Stand 03.06.2008

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Grundwassermonitoring

Klimatisch induzierte Veränderungen von radiologischen und chemischen Parametern im Grundwasser eines Sedimentationsbeckens

Mit den im Dammbau üblichen Beobachtungsmethoden, im Wesentlichen Grundwassermessstellen und Porenwasserdruckgeber, können in Sedimentationsbecken die für Strukturversagen relevanten Parameter nur bedingt ermittelt werden. Aus Gründen der extremen Heterogenität, wie sie vor allem in der Übergangszone bei der upstream-Bauweise vorliegen, sind die lokal erfassten Porenwasserdrücke nicht selbstverständlich repräsentativ. Folglich sind für eine Gefährdungsanalyse und für ein Risikomanagement zusätzliche Informationen notwendig. Die klimatisch induzierten Veränderungen von chemischen und radiologischen Parametern sind als Stressindikatoren geeignet. Eine systematische Untersuchung der Korrelation zwischen den klimatischen Veränderungen von Stressindikatoren und der Potenzialhöhe des Grundwassers wurde durchgeführt. Dieser Artikel beschreibt das Prinzip des Monitoringkonzepts, Details zum Messverfahren und Ergebnisse.

It is evident that the systems usually used to monitor and control tailings facilities – primarily porewater pressure gauges and observation wells – do not represent the true conditions at the facility, due to the heterogeneous nature of the relevant deposits. Effective risk assessment and risk management should be based on additional information that can be used to determine when critical situations arise. A climatically induced alteration in the chemical and radiological parameters in the drain water is appropriate for use as stress indices. Systematic work on the correlations between changes in stress indices and the phreatic surface comprised some of the research undertaken by the Bauhaus University, Weimar, Germany. This article describes the principles of this type of monitoring, as well as details of the equipment and results.

Stofftransport

Bestimmung eines Proportionalitätsfaktors zur Berechnung des Dispersionskoeffizienten beim Transport konservativer Tracer durch Bodensäulen

Stofftransport in porösen Medien lässt sich mit der Advektions-Dispersionsgleichung beschreiben. Sie enthält einen Dispersionskoeffizienten, der als Produkt eines Dispersivitätsfaktors (f), der Länge der durchströmten Schicht und der mittleren Fließgeschwindigkeit ausgedrückt werden kann. Die Schichtlänge kann gemessen, die Fließgeschwindigkeit aus messbaren Größen berechnet werden. Hier wurde untersucht, ob letzteres auch für f möglich ist. Da keine Abhängigkeiten bekannt sind, kann es zurzeit nur ermittelt werden, indem man verschiedene Werte in die o. g. Gleichung einsetzt, bis berechnete und experimentelle Daten übereinstimmen. Dazu wurden zwölf Stofftransportversuche (zwei Substrate x zwei Säulenlängen x drei Fließgeschwindigkeiten) mit Chlorid durchgeführt. Anschließend wurde, wie eben skizziert, der f-Wert ermittelt, der jeweils zur größten Übereinstimmung führte, und den Versuchsvariablen gegenübergestellt. Er lag zwischen 0,02 und 0,05, wobei 0,025 immer eine gute und in neun Fällen die beste Übereinstimmung erbrachte. Eine Abhängigkeit von den genannten Variablen bestand nicht. Das legt nahe, dass f eine Konstante ist.

The Solute transport in porous media can be described with the advection- dispersion-equation. It contains a dispersion coefficient, which can be expressed as the product of a dispersivity factor (f), layer thickness and mean flow velocity. The thickness can be measured and the velocity calculated from measurable parameters. Here we investigated, if the latter is possible for f, too. Since no dependencies are known, it can presently only be determined by substituting different values into the above equation, until computed and experimental data agree. Hence, twelve solute transport studies (two substrates x two column lengths x three flow velocities) with chloride were conducted. Then the f-value leading to the best agreement for each case was evaluated as outlined above and related to the experimental variables. It ranged from 0.02 to 0.05, while 0.025 always produced good and in nine cases the best agreement. There was no dependence on the aforementioned variables. This suggest that f is a constant.

Historische Erkundung

Altlastenrecherchen in deutschen Staatsarchiven der zentralen Ebene

Obwohl Altlastenrecherchen auf der zentralen Ebene aufwändiger sind als solche auf Lokalniveau, sind sie für bestimmte Fragestellungen im Rahmen der Erfassung unumgänglich. Staatsarchive sind grundsätzlich für das Schriftgut der Staatsregierung und ihrer Behörden verantwortlich. Die Bundesarchive Berlin und Koblenz sind potenzielle Quellen, wenn es darum geht, standortbezogene Informationen z. B. über Industrieanlagen zu recherchieren, mit deren Planung, Bau und Betrieb oberste und obere Verwaltungsebenen befasst waren. Für Recherchezeiträume vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Archiv in Berlin-Lichterfelde zuständig, für die Zeit danach das Bundesarchiv Koblenz. Die preußische Zentralüberlieferung verwahrt das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz mit Sitz in Berlin-Dahlem. Das Archiv ist für die Altlastenerfassung vor allem insofern relevant, als es einerseits die zeitliche Verlängerungsachse der Bundesarchivbestände darstellt, andererseits aber auch wichtige Spezialbestände besitzt. So können Recherchen lohnenswert sein, wenn es sich um Standorte mit sehr langer Nutzungsgeschichte handelt (z. B. Truppenübungsplätze).

Although archive research on the central level is much more complex than on local level, it might be essential for special problems within the scope of investigations about contaminated sites. In general, public record offices are responsible for documents of the state government and its authorities. The national archives in Berlin and Koblenz are potential sources of site-related information about plants, where authorities of high administration level have been involved. The national archive in Berlin-Lichterfelde is responsible for investigations concerning the time before the Second World War; after 1945 the national archive in Koblenz is appropriate. The Secret State Archives Prussian Cultural Heritage Foundation in Berlin-Dahlem is responsible for the archives of the central institutions of the former state of Brandenburg-Prussia and for certain provincial archives (including former Eastern provinces of Prussia). This archive is important, because it is a temporal axis of extension of those stocks, which are stored by the national archive. Moreover it possesses some special stocks, which are important for sites with a long history of use (e.g. training areas).

Tagungen

Anforderungen an den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe und an Verfüllungsmaßnahmen – Workshop vom 20. – 21. Mai 2008 in Dessau

Erstmals sollen die Umweltanforderungen an den Einbau und die Verfüllung von mineralischen Abfällen, Neben- und Recyclingprodukten bundeseinheitlich rechtsverbindlich geregelt werden. Bei der Anhörung zu dem Arbeitsentwurf der geplanten Verordnungen Anfang des Jahres blieb eine Reihe von Fragen offen und vieles wurde kontrovers kommentiert. Ziele des Workshops am 20. und 21. 05. 2008 im Umweltbundesamt in Dessau waren gemäß Ankündigung des veranstaltenden Bundesumweltministeriums die Erläuterung des wissenschaftlichen Hintergrunds der geplanten Regelungen, die Vorstellung des Normungsverfahrens für die Säulentests samt seiner Validierung sowie Berichte über aktuelle Untersuchungsergebnisse zu den betroffenen Materialien. Zentrale Punkte der geplanten Verordnungen sollten mit Vertretern der betroffenen Wirtschaft, Landesministerien und -verwaltungen, Umweltverbände, Untersuchungsstellen und der Wissenschaft vertieft diskutiert werden.

Österreichisch-bayerisches Altlastensymposium 2008: Interessante Themen und grandioses Ambiente finden guten Zuspruch

Wo die geistlichen und weltlichen Herrscher Salzburgs residierten und Wolfgang Amadeus Mozart Klavier spielte, fand im prunkvollen Carabinieri-Saal der Salzburger Residenz vom 27. – 28. Mai 2008 auf Einladung des Österreichischen Vereins für Altlastenmanagement (ÖVA) und der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) in Zusammenarbeit mit dem Amt der Salzburger Landesregierung das zweite österreichisch-bayerische Altlastensymposium statt. Begleitet wurde das Symposium, das rund 230 Teilnehmer aus Österreich und Deutschland anlockte, von einer Fachausstellung, an der sich neben acht Unternehmen auch der ITVA beteiligte. Im Vordergrund der Veranstaltung standen ein breites Spektrum unterschiedlicher Aspekte des Flächenmanagements sowie praktische Erfahrungen und technische Innovationen der Erkundung und Sanierung von Altlasten.

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