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Inhalt der Ausgabe 04/2009

Editorial

Neuerungen des Vergaberechts und deren Einfluss auf die Praxis der Altlastensanierung

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Sickerwasserprognose

Simulationsprogramme für die computergestützte Sickerwasserprognose – Teil 2: Auswirkungen von Vereinfachungen

Nachdem 1999 das neue Bundes-Bodenschutzgesetz und seine zugehörige Verordnung in Kraft traten, wurde schnell erkannt, dass Forschungs- und Normungsbedarf hinsichtlich der Methoden und Bewertungsverfahren bestand. Im BMBF-Förderschwerpunkt „Sickerwasserprognose“ wurden dann neben Verfahren zur Bestimmung des Freisetzungsverhaltens von Schadstoffen aus Ersatzbaustoffen auch Programme zur Transportprognose entwickelt. Die im Rahmen des Themenkomplexes „Transportprognose“ entwickelten Programme wurden in einem Programmvergleich hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Praktikabilität bewertet. Dessen Ergebnisse wurden in Teil 1 des Artikels vorgestellt. Festzustellen war, dass nur wenige Programme auch tatsächlich die in der BBodSchV geforderten Anforderungen an die Durchführung von Sickerwasserprognosen erfüllen. Zudem ist nur ein sehr geringer Teil der Programme im Vollzug auch verbreitet. Dies sind u. a. ALTEX-1D und SIWAPRO DSS. Diese beiden Programme unterscheiden sich in ihren Grundlagen und sollen hier im Teil 2 des Artikels mit einander verglichen werden. Schwerpunkt der Betrachtungen sind dabei die Auswirkungen der ALTEX-1D zu Grunde liegenden Idealisierungen und getroffenen Annahmen im Vergleich zu einer umfassenden Widerspiegelung der Strömungs- und Transportprozesse in der ungesättigten Zone (Programm SIWAPRO DSS). Dabei wird gezeigt, dass Vereinfachungen nur solange zulässig sind, wie der betrachtete Stoff bzw. das Stoffgemisch keinem Abbau bzw. sonstigen zustandsabhängigen Umsetzungsreaktionen unterliegt.

The new German soil regulation led in 1999 to an establishment of a large BMBF-Project „Sickerwasserprognose“ (= leachate prognosis). The project was focused on the development of source functions and also on the development and improvement of modeling tools for computer based leachate prognosis. The developed models were compared with respect to the usability and accuracy within a comparative study. The results were discussed in part 1 of this paper. It was shown that only a few of these computer models meet the requirements of the official regulations. Also only few models are currently available. Such models are ALTEX-1D and SIWAPRO DSS. In the following part 2 of this paper we will discuss the differences between these two model tools. The paper is focused on the influences of simplification. It is shown that if the contaminant is degradable, one also has to take into account the transient ground water recharge. Simplifications should only be made if the contaminant is not degradable and subjected to high sorption.

Bleischrotbelasteter Waldboden

Konzentrations-, Toxizitäts- und Mobilitäts-Untersuchungen an einem bleischrotbelasteten Waldboden

Auf Wurfscheibenschießanlagen kommt es insbesondere durch abgegebenes Bleischrot zu Schadstoffeinträgen (wesentlich Blei, Antimon und Arsen) auf bzw. in den Boden. Besonders auf Altanlagen respektive ehemaligen Schießanlagen unterliegen die Bleischrote zum Teil schon seit Jahrzehnten den auf und im Boden ablaufenden Verwitterungs- und Stoffumsetzungsprozessen. An einem Bleischrot belastetem Waldboden einer 1986 geschlossenen Wurfscheibenschießanlage wurde die Langzeitbeständigkeit metallischer Bleischrotverbindungen unter Witterungseinflüssen sowie das Umweltverhalten einschließlich der ökotoxikologischen Relevanz einer Boden-Bleischrotbelastung untersucht.

Clay target shooting (Trap and Skeet) leads to a pollutant emission of lead, arsenic and antimony into and onto the soil derived from the lead shot. Especially in soil of former shooting ranges, the lead shot is exposed alteration and material corrosion due to weathering processes e.g. since decades. Lead shot-polluted forest soil of a former shooting range (operated until 1986) was investigated with respect to long-term stability of metallic lead shot compounds under atmospheric conditions and their environmental behaviour. In addition, toxicity bioassays have been carried out to estimate potential adverse environmental impacts and the ecological relevance in general.

Altlastenerkundung

Einsatz des TVTR-VerfahrensTM in Kombination mit einer vor-Ort-Analytik mittels Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) bei der Erkundung einer CS2-Grundwasserbeeinträchtigung

Zur Beurteilung von Grundwasserbelastungen wird eine möglichst genaue Kenntnis des Schadstoffinventars und der räumlichen Schadstoffverteilung von allen Beteiligten angestrebt. Entsprechende Untersuchungsmethoden werden neu- oder fortentwickelt; u. a. Direct-Push-Techniken, Porenwasserbeprobungen u.v.a.m. Neben der möglichst ungestörten Beprobung des zu bewertenden Umweltmediums, werden im Sinne einer gleitenden Projektierung zunehmend erhöhte Anforderungen an eine aussagekräftige vor-Ort-Analytik gestellt. Um diesen Aufgabenbereich qualitativ hochwertig und wirtschaftlich abzudecken, hat die Firma BLM Geotest GmbH ein Verfahren zur Teufengerechten Wasserprobenahme mittels variabler Tiefenrammpegel (TVTRTM) entwickelt.

Altlastensanierung

10 Jahre Generalvertrag in Thüringen Bilanz und Perspektiven

Am 24. Februar 1999 wurde der „Generalvertrag über die abschließende Finanzierung der Sanierung von ökologischen Altlasten in Thüringen“ zwischen dem Freistaat Thüringen und der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben unterzeichnet. Durch den Vertragsabschluss war der Freistaat Thüringen als erstes der neuen Bundesländer in der Lage, ohne Abstimmung mit dem Bund Entscheidungen zu kostenrelevanten Sanierungsmaßnahmen zu treffen. Inzwischen sind 10 Jahre vergangen. In diesem Zeitraum wurden auch in anderen Bundesländern ähnliche Verträge abgeschlossen. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Generalvertrages für Thüringen führte das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt am 18. und 19. Juni 2009 in Erfurt eine Festveranstaltung durch.

Bodenschutz

Europäische Bodenrahmenrichtlinie erneut ausgesetzt

Gesunde Böden sind für den Anbau gesunder Nahrungsmittel entscheidend. Zudem haben sie eine große Bedeutung für den Klimaschutz und sind unmittelbar von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die Böden Europas sind durch Stofftransporte in gasförmiger, flüssiger und fester Form in vielfacher Weise verzahnt. Durch den Menschen verursachte schädliche Bodenveränderungen stoppen nicht an nationalstaatlichen Grenzen. Dazu gehören Veränderungen wie Erosion, Hochwasser mit Überflutung und Bodensedimentation sowie Veränderungen durch den Eintrag von Gefahrstoffen als Feststoffe, Gase und Flüssigkeiten. Aus diesem Grund wird in der Europäischen Union eine europaweite Notwendigkeit zum einheitlichen Schutz des Bodens gesehen. Das zeigt der bereits im September 2006 vorgelegte Vorschlag für eine europäische Bodenrahmenrichtlinie.

Tagungen

Workshop – Auswirkungen der EU-WRRL auf die Altlastenbearbeitung in Deutschland

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Erreichung bestimmter Bewirtschaftungsziele für alle Gewässerkörper. Bei den Grundwasserkörpern ist ein „guter Zustand“ anzustreben, der bis zum 22.12.2015 zu erreichen ist. Der „gute Zustand“ des Grundwassers setzt sich aus einem „guten chemischen Zustand“ und einem „guten mengenmäßigen Zustand“ zusammen. Ferner ist die Umkehr von signifikanten, anthropogen verursachten Trends steigender Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser herbeizuführen („Trendumkehr“), Verschlechterungen des Grundwasserzustandes sind zu vermeiden („Verschlechterungsverbot“). Unter bestimmten Bedingungen sind die Mitgliedstaaten befugt, für besonders betroffene Grundwasserkörper (GWK) die Frist zum Erreichen des „guten Zustandes“ hinauszuschieben oder dauerhaft weniger strenge Bewirtschaftungsziele festzulegen. Für den Grundwasserschutz wird die EU-WRRL durch die EG-Richtlinie 2006/118/EG zum Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung und Verschlechterung (GWRL) untersetzt.

Altlasten, Rüstungsaltlasten, Havarie-Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Umwelt – Innovative Erkundung, Gefahrenforschung, Messtechnik und Probenahme

Am 24. und 25. März 2009 fand im Geozentrum in Hannover eine gemeinsame Fachtagung mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum Thema „Altlasten, Rüstungsaltlasten, Havarie- Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Umwelt“ statt. Initiatoren und Organisatoren der Tagung waren Dr. Larm (LBEG), Dr. Arthen-Engeland (Bruker Daltonik), Dr. Flachowsky und Dr. Baermann (Dr. Baermann & Partner). Ziel der Veranstaltung war, über neue innovative Erkundungs- und Beprobungsverfahren sowie über die Gefahrenforschung bei Rüstungsaltlasten und den Umgang und die Beseitigung von Kampfstoffen zu informieren. Im Vordergrund stand dabei die Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen den betroffenen Grundstückseigentümern, Behördenmitarbeitern, Feuerwehren, Ingenieurbüros und Fachfirmen auf diesem Gebiet.

Tagungsbericht 12. Dresdner Grundwasserforschungstage

Am 15. und 16. Juni diesen Jahres fanden die 12. Dresdner Grundwasserforschungstage im Plenarsaal des Dresdner Rathauses statt. Thematisch standen bei diesen Forschungstagen aktuelle Probleme und ihre Lösungsansätze zur umweltverträglichen Ablagerung von Feststoffen und der Feststoffverfüllung von Abgrabungen im Mittelpunkt. Mit 160 Teilnehmern waren auf der Tagung besonders Fachleute aus behördlicher und unternehmerischer Seite, die an der Nachsorge, Sanierung, Überwachung und dem Schutz des Grundwassers forschend und applikativ tätig sind, zu verzeichnen.

Technologieverwertung von Forschungsprodukten durch das Terra-, Aqua- und Sanierungskompetenzzentrum Leipzig (TASK) – Resümee des 1. TASK-Symposiums

Das Terra-, Aqua- und Sanierungskompetenzzentrum Leipzig (TASK) fördert die effiziente Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsprodukten aus dem Bereich Boden, Grundwasser und Flächenrevitalisierung. Im Rahmen des 1. TASK-Symposiums wurden am 23. und 24. Juni 2009 im Leipziger Volkspalast die neusten Entwicklungen zum Thema Chancen für Technologieverwertung und Vermarktungskonzepte von Forschungsprodukten behandelt.

Bodenschutz und Klimawandel – Fragestellungen der 8. Internationalen Jahrestagung des Boden-Bündnisses europäischer Städte, Kreise und Gemeinden am 07./08. 05. 2009 in Wuppertal finden viel positive Resonanz

Unter dem Leitthema „Bodenschutz und Klimawandel“ veranstaltete das Boden-Bündnis europäischer Städte, Kreise und Gemeinde (ELSA) am 7. und 8. Mai 2009 in Wuppertal gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und der Stadt Wuppertal seine 8. internationale Jahrestagung.

Service

ITVA-Mitteilungen

altlasten news

+++ Sanierung der Rhenania-Halde in Stolberg-Atsch beginnt +++ Rückbau und Entwicklung des alten Stuttgarter Messegeländes im Zeitplan +++ Thermisches Recyclingverfahren für Straßenausbaustoffe erfolgreich beim Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg +++ Norm-Entwurfs-Portal +++ Neue Ideen für alte Flächen – Marketing ist mehr als eine Werbebotschaft bei der Flächenrevitalisierung +++ Zertifikats-Studiengang für die Kreislaufwirtschaft – berufsbegleitend und internetbasiert – +++ Umweltmanagement – Praxisnaher Fernstudienkurs an der Universität in Koblenz +++ Bauhaus-Universität Weimar – Studiengänge „Wasser und Umwelt 2009/10“ +++ Ausscheiden von Prof. Troge als Präsident des Umweltbundesamtes +++ Neue Abteilungsleiterin in der BAM +++ Neuer Vorstand der Deutschen Umweltstiftung +++

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