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Inhalt der Ausgabe 06/2011

Editorial

Umweltschutz als gemeinschaftliche Aufgabe von Staat und Wirtschaft

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Resorptionsverfügbarkeit von schadstoffbelasteten Bodenmaterialen und Baustoffen

Resorptionsverfügbarkeit von schadstoffbelasteten Bodenmaterialen und Baustoffen (natürliche und technogene Substrate) in Stadtböden

Bei der Detailuntersuchung von 304 Spiel- und Bolzplätzen wurde für die Gefahrenabschätzung durch den oralen Aufnahmepfad an 216 natürlichen und technogenen Substraten die Resorptionsverfügbarkeit der jeweils relevanten Schadstoffe bestimmt. Die Ergebnisse zeigen sowohl schadstoff- als auch substratspezifische Unterschiede in der Resorptionsverfügbarkeit. Die mittlere Resorptionsverfügbarkeitsrate aller untersuchten Substrate und Parameter schwankt zwischen 11–54% und nimmt in der Reihenfolge Cd > Pb > As/Ni ab. Insgesamt zeigen die Metallhüttenschlacken und ein geogen-vererzter Dolomitsplitt geringere As-Verfügbarkeitsraten als die untersuchten Rost- und Müllverbrennungsaschen. Die Ergebnisse dieser Arbeit ermöglichen eine Ersteinschätzung des Gefährdungspotenzials für technogene Substrate im Hinblick auf den oralen Aufnahmepfad.

At the risk assessment of 304 playing grounds and football areas 216 samples were analyzed for the reabsorption availability of contaminants after oral ingestion. The results show contaminant- and substrate-specific differences: the mean reabsorption availability ranged between 11 to 54 % and decreased in order Cd > Pb > As/Ni. Slags from smelter works and a geogen mineralised dolomite-rock show lower availability for As than ashes from garbage incineration and bottom ash (hard coal). The results of the research allow an initial assessment for the potential danger of technogenic substrates with regard to the oral ingestion.

Dynamisierung eines mikrobiellen Abbaus von im Grundwasser gelösten Teerölinhaltsstoffen

Dynamisierung eines aeroben und anaeroben mikrobiellen Abbaus von im Grundwasser gelösten Teerölinhaltsstoffen durch Bio-Air Sparging an einem teerölverarbeitenden Standort in Hanau

Seit April 2008 wird an einem Standort in Hanau eine PAK-Fahne mittels Air Sparging an einer „Bio-Barriere“ saniert. Die PAK-Gehalte und die Gehalte an Begleit-Kontaminationen in der Fahne gingen bereits innerhalb der ersten drei Sanierungsjahre signifikant zurück. Es stellte sich darüber hinaus zusätzlich zum dem an der „Bio-Barriere“ initiierten aeroben Schadstoffabbau ein intensiver anaerober Schadstoffabbau im weiteren Abstrom auf Grundlage von Eisen-III-reduzierenden Mikroorganismen ein. Es konnte nachgewiesen werden, dass dieser zusätzliche anaerobe Schadstoffabbau eine Folge des Sauerstoffeintrags an der „Bio-Barriere“ ist und darüber hinaus durch weitere Sauerstoffzufuhr („Elektronenakzeptor-Recycling“) dynamisiert wird. Dabei verläuft der Dynamisierungsprozess im Grundwasser schneller als der Schadstofftransport und „überholt“ quasi die Schadstofffahne. Bei vergleichbaren Standort-Verhältnissen kann davon ausgegangen werden, dass auch an anderen Standorten durch den Einsatz von Bio-Air Sparging die Sanierung einer PAK-Fahne im Grundwasser erheblich beschleunigt werden kann.

On a site in Hanau the remediation of a PAH plume is conducted by air sparging at a “bio barrier” since April 2008. Within the first three remediation years the PAH- and co-contaminat-concentrations in the plume already decreased significantly. Additional to the aerobic bio-degradation at the “bio barrier” an intensive anaerobic bio-degradation, based on iron-III-reducing micro-organisms, occurred in the attached downstream. It was substantiated this additional anaerobic bio-degradation is a result of the oxygen infiltration at the bio-barrier, and furthermore is enhanced by the continuous oxygen supply (“electron acceptor recycling”). The enhancing process within the groundwater develops faster than contaminant transport and quasi “outruns” the plume. At comparable site conditions it is to assume the application of bio-air sparging can significantly accellerate the remediation of a PAH-plume on other sites, too.

Leben am Main – das neue Hafenquartier in Offenbach

Leben am Main – das neue Hafenquartier in Offenbach

In Offenbach am Main entsteht auf dem Areal des Mainhafens ein neues hochwertiges Quartier für Wohnen und Arbeiten am Main. Das städtebauliche Konzept sieht einen Nutzungsmix für Wohnen, Dienstleistung und Bildung vor. In enger Zusammenarbeit mit der Projektgesellschaft Mainviertel Offenbach und der zuständigen Behörde wurde ein nachnutzungsorientierter Rahmensanierungsplan nach § 13 Abs. 1 BBodSchG erstellt, der von der Genehmigungsbehörde für verbindlich erklärt wurde. Der Plan berücksichtigt alle schadstoffminimierenden Faktoren und die Entwicklung der einzelnen Stoffkomponenten. Noch vorhandene Bodenkontaminationen werden in der Phase der weiteren baulichen Entwicklung entfernt. Kontaminationsschwerpunkte in der gesättigten Zone sind durch hydraulische Maßnahme gesichert. Die Wasserhaltungen für die Baugruben tragen zusätzlich zur Reduktion des Schadstoffpotenzials bei. Auf der Fläche soll bis 2020 das neue Stadtviertel errichtet worden sein.

A new high-quality quarter for living and working along the Main River is being developed on the site of the former Main Port in the city of Offenbach am Main. The urban planning concept includes a mix of living, service and education. In close co-operation with the project company Mainviertel Offenbach and the responsible authority an after-use-oriented remediation plan according to § 13 exp. 1 BBodSchG was developed which was proclaimed obligatory by the authorizing agency. The plan considers all pollutant-minimizing factors and the changes of the concentrations of the different substances. Still existing subsurface contamination will be removed during the further structural development. Contamination cores in the groundwater are secured by hydraulic measures. The dewatering of the pits also contribute to the reduction of the contamination. The new city district should be completed by 2020.

Tagungen

Tagungsbericht vom Altlastentag Hannover 2011

Service

Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2011

ITVA-Mitteilungen

altlasten news

+++ Camp Pirotte: Die Arbeiten gehen weiter +++ Start der Bodensanierung auf dem Grundstück der ehemaligen chemischen Reinigung Raupach in Gladbeck +++ Sanierung der Rhenania-Halde in Stolberg-Atsch geht in die nächste Phase +++ Gas-Pro: Crowcons neuer Gasdetektor für Arbeiten in beengten Räumen +++ SPECTRO präsentiert die neueste Generation des Handheld-RFA-Spektrometers SPECTRO xSORT +++ Geokunststoffe – die umweltfreundliche Alternative +++ Neues über Altes – 23. Internationales Symposium über polycyclische aromatische Verbindungen in Münster, September 2011 +++ Call for Abstracts for the NICOLE NETWORK MEETING The challenge of the preservation of our water resource +++ Neue Verbandsspitze im altlastenforum Baden-Württemberg e. V. +++ EC HARRIS PARTNER STIMMEN FUSION MIT ARCADIS ZU +++ Spiekermann stärkt Markt- Auftritt im Bereich Verkehrsmanagement +++ Bundespräsident überreichte Deutschen Umweltpreis der DBU – „Sie haben mit Ihren Innovationen nicht nur Details verbessert, sondern neue Maßstäbe gesetzt“ +++ Berliner Erklärung – Thesen zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft +++ Deponien beatmen und das Klima entlasten +++ Wetterdaten zum Klimawandel – Deutscher Wetterdienst und Baden-Württemberg wollen enger zusammenarbeiten +++ Änderung des Chemikaliengesetzes in Kraft getreten Verbesserungen bei Chemikalienkennzeichnung und Giftinformation +++ Ressourceneffizienz zahlt sich aus +++ Gelungene Premiere der UrbanTec 2011 +++ Ideenwettbewerb „Innovative Sanierungskonzepte für den TASK-Modellstandort Voigtländer“ – Vorankündigung +++ Neues von UMWELTdigital.de +++

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