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Inhalt der Ausgabe 02/1995

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Aufsätze

Handbuch Deutsch als Fremdsprache

Der Beitrag stellt Gliederung und Konzeption des I. Bandes eines umfangreichen zweiteiligen Handbuchs "Deutsch als Fremdsprache" vor, das in der Reihe "Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (hg. H. Steger/ H. E. Wiegand) im Verlag de Gruyter erscheinen soll. Das Werk will die Grundlinien eines Faches nachzeichnen, das sich mit dem Lernen und Lehren des Deutschen als Fremdsprache befaßt, in dem heute – in Theorie und Praxis – der Stand erreicht ist, daß der Versuch einer systematischen und umfassenden Darstellung unter unterschiedlichen Aspekten unternommen werden kann.

Der Bedarf des Fachs "Deutsch als Fremdsprache" an linguistischer Forschung

Das Fach "Deutsch als Fremdsprache" ist keineswegs nur im Bereich der Beschreibung der deutschen Grammatik und Phonologie sowie der Fachsprachen auf die Ergebnisse linguistischer Forschung angewiesen. Es zeigt sich, daß auch diskursanalytische Arbeiten zu den im Unterricht zu vermittelnden Gesprächsformen sowie zu Problemen bei interkultureller Kommunikation und Forschungsergebnisse zum Aufbau des bilingualen mentalen Lexikons dringend benötigt werden.

Zum Fehlerbegriff in einer Lernersprachenanalyse

Ausgehend von einer traditionellen Fehleranalyse wird aufgezeigt, welche Informationen diese für die Fremdsprachenerwerbsforschung bereitstellen kann. Erweitert man den traditionellen Fehlerbegriff, indem man seine lernersprachliche Dimension fokussiert, lassen sich mit Hilfe introspektiver Methoden viele neue Erkenntnisse hinsichtlich des Fremdsprachenerwerbs erlangen. Dies wird an einem Beispiel konkret erläutert.

Das deutsche komplexe Verb unter anwendungsbezogenem Aspekt

Im Beitrag wird die Trennbarkeit des deutschen komplexen Verbs, eine vor anderssprachigem Hintergrund deutlich hervortretende Erscheinung, diskutiert. Es wird eine Klassifikation der deutschen komplexen Verben vorgeschlagen, die v. a. ihren morphosyntaktischen Charakter berücksichtigt.

Ein Satz von Hebbel – Zur Analyse langer Sätze

Die syntaktische Unübersichtlichkeit langer Sätze, von Stilisten oft abgelehnt, wird in Hebbels Satz durch Satzteilanalyse aufgeschlüsselt. Der Versuch einer Umformulierung zeigt, daß zu weite Satzklammern und Schachtelsätze trotz korrekter Grammatik zu Verständnisschwierigkeiten führten. Ein Satz von Thomas Mann, der offensichtlich den langen Satz bewußt als Stilmittel auswählt, zeigt, wie syntaktische Übersichtlichkeit gefördert werden kann.

Standardaussprache im Gespräch und Phonetikunterricht

Auch Muttersprachler streiten über die richtige und angemessene Aussprache im (standardsprachlichen) Gespräch. Welche Lautschwächungen kommen vor, welche Reduktionen sind erlaubt? Welche Aussprachevarianten kann und soll man lehren? Anhand der Ergebnisse einer empirischen Untersuchung wird der Versuch unternommen, einen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen zu leisten. Dabei wird besonders auf den Zusammenhang zwischen Aussprache und prosodischem Verlauf verwiesen. Es werden Vorschläge zur methodischen Umsetzung der Ergebnisse im Phonetikunterricht gemacht.

Rezensionen

Deutsche Rechtschreibung. Vorschläge zu ihrer Neuregelung, hg. vom internationalen Arbeitskreis für Orthographie

Die internationale Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern aus der damaligen DDR, der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich, hat in Zusammenarbeit mit Delegationen aus anderen deutschsprachigen Ländern bzw. größeren deutschen Sprachgebieten (Belgien, dem Elsaß, Südtirol, Liechtenstein, Luxemburg, Rumänien, Ungarn) in den letzten acht Jahren versucht, das in den vergangenen knapp 90 Jahren unübersichtlich gewordene Regelwerk der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung einsichtiger, einfacher und leichter zu machen.

Mechthild Rickheit: Wortbildung. Grundlagen einer kognitiven Wortsemantik.

Titel und Untertitel bezeichnen treffend das zweifache Anliegen des Buches: die semantische Repräsentation von Wörtern unter besonderer Berücksichtigung der Wortbildung zu modellieren und gleichzeitig die Wortbildung relativ zu kognitionswissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wortbedeutung theoretisch darzustellen.

Andras Kertesz: Heuristik der deutschen Phonologie. Eine elementare Einführung in Strategien der Problemlösung.

Sich mit der "Kunst des Problemlösens" zu beschäftigen, kann eigentlich nur nützlich sein. A. Kertesz versucht mit Hilfe und am Beispiel der deutschen Phonologie, in allgemeine Techniken der Heuristik einzuführen, d. h., es geht in erster Linie um Problemlösungsverfahren, nicht um einen Überblick über die phonologischen Grundlagen des Deutschen und nicht um die Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsergebnissen.

Carl L. Naumann/ Hans-W. Roye (Hg.): Aussprache – Vielfalt statt Methodenstreit

Der 28. Band der Reihe Sprache und Sprechen, Beiträge zur Sprechwissenschaft und Sprecherziehung, hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e. V. (DGSS), enthält sechs Beiträge sehr unterschiedlicher Sichtweisen auf den Gesamtkomplex der Aussprache, bedingt durch das Arbeitsgebiet der einzelnen Autoren.

Mariann Skog-Södersved: Wortschatz und Syntax des außenpolitischen Leitartikels

Uns liegt eine Studie vor, in der mit großer Akribie, einem ungeheuren Aufwand für die computergerechte Bearbeitung und in dem Bemühen, auf unterschiedlichem Herangehen beruhende fachwissenschaftliche Ergebnisse aus Ost und West heranzuziehen, eine fundierte quantitative Analyse der außenpolitischen Leitartikel der Tageszeitungen NEUES DEUTSCHLAND (ND), NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ), DIE PRESSE (PR) und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ) erarbeitet worden ist.

Wolfgang Fleischer / Georg Michel / Günter Starke: Stilistik der deutschen Gegenwartssprache

Vielen sind Titel und Autoren bekannt. Sie gehören zu den Autoren der 1975 in I. Auflage im Verlag Bibliographisches Institut Leipzig erschienenen "Stilistik der deutschen Gegenwartssprache". Aber der vorliegende Band "strebt nach Eigenständigkeit im Ensemble der text-linguistisch und kommunikativ-pragmatisch orientierten Beschreibungskonzepte.

Autoren

Autorenverzeichnis

DOI: https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1995.02
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2198-2430
Ausgabe / Jahr: 2 / 1995
Veröffentlicht: 1995-04-01
 

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