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Inhalt der Ausgabe 03/2014

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Aufsätze

Alltägliches und literarisches Erzählen als Kategorie im Bereich Deutsch als Fremdsprache. Ein Versuch

In der Literaturwissenschaft hat in den letzten Jahren der Bereich der Narratologie zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es ist vom „homo narrans“ die Rede, vom Erzählen als anthropologischer Grundausstattung des Menschen. Das Wissen um die zentrale Bedeutung des Erzählens für die menschliche Kommunikation eröffnet neue Wege, im Fremdsprachenunterricht die unterschiedlichen Dimensionen von Sprache und eben auch die Dimension des Erzählens zu berücksichtigen. Der Beitrag diskutiert, welche Lehr- und Forschungsperspektiven sich mit dem Rückgriff auf narratologische Konzepte für das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ergeben.

Erinnerungsliteratur im germanistischen Literaturunterricht in Russland. Didaktische Perspektiven und methodische Zugangsweisen

Obgleich Erinnerung und Gedächtnis im Handlungsfeld Literatur sowie in der gegenwärtigen Literatur- und Kulturwissenschaft zu einem der wichtigsten Themenkomplexe avanciert sind, hat sich die Literaturdidaktik im Bereich Deutsch als Fremdsprache für diese Entwicklung bislang nur wenig interessiert gezeigt. Der Beitrag erkundet das Potenzial der Erinnerungsliteratur für kulturbezogenes Lernen und Fremdverstehen, fragt nach den Möglichkeiten ihres Einsatzes im Unterricht und stellt die Vorteile vor, die sich durch eine Erschließung der Texte ergeben, bei der insbesondere deren ästhetische Dimension zum Tragen kommt.

Phonetik lehren und lernen im Kontext Deutsch als Zweitsprache

In den Fokus dieses Beitrags werden phonetische Fertigkeiten von Schüler(inne)n mit nichtdeutscher Herkunftssprache gestellt. Es wird thematisiert, welche Faktoren den Ausspracheerwerb dieser Lernenden beeinflussen und welche Voraussetzungen diese dafür mitbringen. Daraus abgeleitet werden Empfehlungen für die Förderung von Schüler(inne)n mit nichtdeutscher Herkunftssprache auf diesem Gebiet gegeben.

Um, ohne, (an)statt und außer – ein kontrastiver Vergleich mit italienischen Infinitiveinleitern

Thema des vorliegenden Beitrags sind die deutschen Infinitivphraseneinleiter um, ohne, (an)statt und außer und der Vergleich mit den italienischen Äquivalenten per, a; senza; invece di; tranne, oltre a. Im theoretischen Teil wird diskutiert, ob solche Elemente als Präpositionen oder als Konnektoren zu betrachten sind. Im empirischen Teil werden auf der Basis eines schriftlichen Korpus syntaktische und semantische Fragen behandelt, und zwar die Subjektzuweisung, die Position im Satz und die semantische Deutung dieser Einheiten. Es ergibt sich, dass sich Deutsch und Italienisch insbesondere in der Beziehung zwischen semantischer Deutung und Subjektzuweisung unterscheiden.

Diskussion von Lehr- und Lernmaterialien

„DaF kompakt A1–B1“

Das Lehrwerk „DaF kompakt A1–B1“ erschien im Jahr 2011 im Verlag Ernst Klett Sprachen für Erwachsene. Damit können in 450 Unterrichtsstunden Lernende auf das Zertifikat Deutsch vorbereitet werden. Neben der hier rezensierten einbändigen Ausgabe des Kompaktkursbuches mit drei Audio-CDs gibt es ebenso drei einzelne Kursbücher für die Niveaustufen A1, A2 und B1 sowie Übungsbücher, eine Lehrerhandreichung, einen Intensivtrainer für Wortschatz und Grammatik sowie ein umfangreiches Online-Angebot auf der Internetseite des Verlages wie auch in Moodle.

Rezensionen

Ludwig M. Eichinger u. a. (Hg.): Sprache und Einstellungen. Spracheinstellungen aus sprachwissenschaftlicher und sozialpsychologischer Perspektive.

Dieser Band bringt die Ergebnisse eines gemeinsam vom Institut für Deutsche Sprache und dem Lehrstuhl für Sozialpsychologie der Universität Mannheim durchgeführten interdisziplinären Projekts, das die bisher gründlichste Untersuchung von Einstellungen zur Sprache in der Bundesrepublik Deutschland darstellt und mehrere groß angelegte Umfragen umfasste. Die erste von diesen bildete eine telefonisch durchgeführte Repräsentativumfrage zum Projektthema im Jahre 2008, deren Ergebnisse schon in Eichinger u. a. (2009) erschienen; die nun präsentierten Befunde beruhen vorwiegend auf den Untersuchungen, die im Anschluss an diese erste Erhebung unternommen wurden.

Jörg Bücker: Sprachhandeln und Sprachwissen. Grammatische Konstruktionen im Spannungsfeld von Interaktion und Kognition

Jörg Bücker bietet mit seiner 2012 erschienenen Monographie eine gründliche Studie sogenannter nichtfiniter Prädikationskonstruktionen (NFPK) der Art „Ich … eine Kontaktanzeige?“ oder „Promotion? Ich?“ Gleich in der Einleitung wird der Leser mit konkreten Beispielen in Originalform (Kontaktanzeige, Werbung u. a.) mit der Thematik und den für die genaue Analyse relevanten Fragestellungen vertraut gemacht. Auch erklärt der Vf., dass die von ihm ausgesuchte Konstruktion schon früher nach verschiedenen Ansätzen und mit einer „verwirrenden Vielfalt an unterschiedlichen Konstruktionsbezeichnungen“ untersucht worden ist. Aber bei früheren Untersuchungen bemängelt Bücker, dass sie durch eine „Dominanz des Beispielverfahrens“ gekennzeichnet sind und daher kein vollständiges Bild bieten können.

Dagmar Knorr / Annette Verhein-Jarren (Hg.): Schreiben unter Bedingungen von Mehrsprachigkeit

Nach der kognitiven Wende in der Linguistik erscheint eine theoretische und analytische Zusammenführung von Erkenntnissen über Schreibprozess und Schreibprodukt als ein komplizierter Spagat. Erst seit Anfang dieses Jahrhunderts treten Bemühungen zutage, welche durch die stringente Kombination von verschiedenen Methoden und theoretischen Ansätzen anstreben, eine Brücke zwischen diesen beiden Domänen zu schlagen. In dieser Hinsicht leisten Knorr / Verhein-Jarren mit dem von ihnen herausgegebenen Sammelband einen richtungweisenden Beitrag.

Madjid Nezhad Masum: Das mentale Lexikon. Wortproduktion in der Fremdsprache

Allen psycholinguistischen Modellen des mentalen Lexikons zugrunde liegt das Bedürfnis, zu verstehen, wie Wörter und deren Bedeutung mental repräsentiert und angeordnet sind. Diese Modelle bilden ihrerseits Grundgerüste, auf denen Lehr- und Lernforschung aufbauen können, um wertvolle Einsichten für die Unterrichtspraxis zu gewinnen. Bei der Veröffentlichung von Nezhad Masum, die auf seiner Dissertation beruht, handelt es sich um eine der wenigen zurzeit vorliegenden, wissenschaftlich seriösen Monographien in deutscher Sprache, die sich mit dem mentalen Lexikon und dem Wortschatz in der Fremdsprache beschäftigen.

Kristina Peuschel: Sprachliche Tätigkeit und Fremdsprachenlernprojekte. Fremdsprachliches Handeln und gesellschaftliche Teilhabe in radiodaf-Projekten

Wie bereits die zweifache Verwendung des Begriffs „Projekt“ im Titel zeigt, nehmen (Fremdsprachenlern-)Projekte einen zentralen Stellenwert in diesem Buch ein, das im Herbst 2010 als Dissertationsschrift von der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig angenommen wurde. In der Einleitung ihrer Arbeit gibt Peuschel an, dass sie das vorhandene Forschungsdesiderat in Bezug auf sprachliches Lernen in Fremdsprachenlernprojekten füllen möchte. Dabei versteht sie das Lernen in Projektform als Handeln, „in dem sich gesellschaftliche Teilhabe und lernersprachliche Entwicklung verbinden“.

Ellen Tichy: Regionale Lehrwerkforschung – Deutsch als Fremdsprache in Ungarn von der Wende bis 2010

Die politische Wende in Ungarn ab 1989 brachte große gesellschaftliche wie auch bildungs- und sprachenpolitische Veränderungen und Reformen mit sich. Diese Änderungen betrafen unter anderem das Fremdsprachenangebot und die Sprachen- und Lehrwerkwahl an ungarischen Bildungsinstitutionen. Deshalb wurde in dieser Zeit die Lehrwerkforschung zu einem wichtigen Thema in der ungarischen Fremdsprachendidaktik.

Rainer E. Wicke: Aufgabenorientiertes und projektorientiertes Lernen im DaF-Unterricht. Genese und Entwicklung

Wer sich mit kreativen und handlungsorientierten Unterrichtsformen im Bereich Deutsch als Fremdsprache beschäftigt, dem ist der Name Rainer E. Wicke ein Begriff. Seit den 1980er Jahren haben Wickes Arbeiten immer wieder dazu beigetragen, den theoretischen Debatten um didaktische Innovationen Bodenhaftung zu verleihen. Denn in seinen zahlreichen Büchern und Artikeln beschreibt er vielfältige Möglichkeiten, Projekte und Aufgaben in die alltägliche Unterrichtspraxis zu integrieren.
DOI: https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2014.03
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2198-2430
Ausgabe / Jahr: 3 / 2014
Veröffentlicht: 2014-09-10
 

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