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Inhalt der Ausgabe 05/2008

Editorial

Altlastenfreistellung im Freistaat Sachsen – Rückblick und Ausblick

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Handels- und Steuerbilanz

Die Behandlung belasteter Grundstücke in der Handels- und Steuerbilanz: Hemmnisse für die Flächenmobilisierung?

Das Bilanzrecht, insbesondere das Steuerbilanzrecht kann dazu führen, dass vorhandene Bodenaltlasten bei der bilanziellen Bewertung der Grundstücke nicht hinreichend berücksichtigt werden. Beim Verkauf zu realisierende Buchverluste reduzieren das Interesse des Eigentümers am Verkauf der belasteten Grundstücke. Die Aktivierungspflicht für Sanierungskosten in der Position Grundstücke kann zu Überbewertungen oder stillen Reserven in der Bilanz des Käufers belasteter Grundstücke führen.

Accounting law, especially tax accounting law, may have the result that contamination is not fully accounted for when valuing properties. Book losses which are realized when selling the property reduce the owner’s interest to sell the contaminated sites. The obligation to capitalize remediation costs in the balance sheet item properties may cause overvaluations or hidden reserves in the balance sheet of the buyer of the contaminated sites.

Sickerwasserprognose

Erweiterung des Modells „ALTEX-1D“ für Sickerwasserprognosen für flüchtige Schadstoffe im geschichteten Bodenprofil

Durch Einführen von äquivalenten Systemparametern ist es möglich, mit dem Excel-Programm ALTEX-1D ohne zusätzliche Änderungen auch für flüchtige Schadstoffe im geschichteten Bodenprofil Sickerwasserprognosen durchzuführen. Die Herleitung der äquivalenten Parameter, deren Anwendung für den Praxisfall und die Überprüfung der Genauigkeit der hergeleiteten Ansätze werden aufgezeigt.

Implementing of effective parameters the use of the Excel program ALTEX-1D is possible for volatile solutes in stratified soil profiles also. The derivation of the effective parameters, the practical application, and the verification of the precision are demonstrated.

Die 5 Schritte zur computergestützten Sickerwasserprognose

Die in der BBodSchV vom 17.07.1999 vorgeschriebene Sickerwasserprognose soll den zu erwartenden Schadstoffeintrag ausgehend von einer Verdachtsfläche (etc.) über das Sickerwasser in das Grundwasser bewerten. Bis jetzt sind jedoch noch keine konkreten fachlichen sowie methodischen Vorgaben zur Durchführung einer Sickerwasserprognose weder im BBodSchG noch in der BBodSchV dokumentiert. Hier mangelt es noch an Festlegungen. Die 5 Schritte zur Sickerwasserprognose sollen als Anleitung bei der Durchführung einer modellgestützten Sickerwasserprognose in der Praxis dienen. Diese Anleitung umfasst die wesentlichen Prozesse und Parameter, die in der ungesättigten Bodenzone bei der Freisetzung und beim Transport von Schadstoffen von maßgeblicher Bedeutung sind. Die vorgeschlagene Vorgehensweise wird am Beispiel einer modellgestützten Sickerwasserprognose mit dem Programm SIWAPRO DSS demonstriert.

The German soil protection law requires the forecast of the pollutant concentration and carriage in the leachate versus time, which enters the groundwater zone. Until now there are neither professional nor methodical guidelines in the German soil protection law available. Therefore the 5 steps to the computer based leachate prognosis shall be a guidance for a leachate prognosis in practice. The instructions include the description of the main processes and parameters in the unsaturated zone, which play an important role in the pollutant release and the solute transport. The recommended instructions of the 5 steps are explained by an example using the simulation program SIWAPRO DSS.

Grundwassersanierung

Start einer der größten hydraulischen Grundwassersanierungen Deutschlands

Im September 2008 war es endlich soweit: nach zwei Jahren Planung und einem Jahr Bauphase startete das Land Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin eine hydraulische Grundwassersanierung einer LHKW-Kontamination, verursacht durch eine frühere WGT-Liegenschaft. Grundsätzlich ist dies keine Meldung Wert, wenn die Dimensionen nicht wären: aus 20 Förderbrunnen in 40 – 80 m Tiefe werden entlang der 1,4 km langen Fahnenachse 180 m³/h Grundwasser gefördert, abgereinigt und in 26 Infiltrationsbrunnen wieder versickert. Und das für mindestens zehn Jahre. Zuvor wurden 1,7 km Brunnen gebohrt, 11,4 km Druckrohrleitungen und 26 km Kabel in Waldtrassen verlegt. Neben den 46 Sanierungsbrunnen wird das Grundwasser aus etwa 120 Grundwassermessstellen überwacht. Damit gehört die Maßnahme zu den größten Grundwassersanierungsmaßnahmen Deutschlands.

Tagungen

Altlastensymposium 2008 – 15 Jahre ökologisches Großprojekt Berlin

Anlässlich „15 Jahre ökologisches Großprojekt Berlin“ fand am 26./27. Juni 2008 im Wissenschaftszentrum Adlershof ein zweitägiges Altlastensymposium statt. Bereits 2003 hatten die Veranstalter zum 10. Jahrestag des ÖGP Berlin erstmals zu einem 2-tägigen Seminar geladen, das eine große Resonanz erfuhr. Das diesjährige Symposium bot den 315 Teilnehmern nunmehr den Rahmen, Erfahrungen und Ergebnisse aus insbesondere langfristig angelegten Sanierungsvorhaben darzustellen und die z. T. zeitintensiven Sanierungen einiger Schadensfälle einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Während im bisherigen Bearbeitungszeitraum mehrere Boden- und Grundwassersanierungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten, befinden sich sowohl Grundstücke mit einem umfangreichen Schadstoffinventar und komplizierten Sanierungsbedingungen sowie Objekte mit einer nachrangigen Handlungspriorität noch im Bearbeitungsstadium.

EUROSOIL 2008

Unter dem Motto Boden – Gesellschaft – Umwelt fand unter dem Dach der European Confederation of Soil Science Societies vom 25. – 29. August 2008 in Wien nach der EUROSOIL 2000 in Reading (UK) und der EUROSOIL 2004 in Freiburg der 3. Internationale Kongress EUROSOIL 2008 statt. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus 77 Ländern aller Kontinente, darunter die Präsidenten bzw. Vertreter von 26 nationalen bodenkundlichen Gesellschaften, waren der Einladung der bodenkundlichen Gesellschaften Österreichs, Kroatiens, der Tschechischen Republik, Ungarns, Slowakiens, Sloweniens und der Schweiz in die Donaumetropole gefolgt.

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